Pflege in Österreich - ein Wegweiser für Angehörige

Statistisch gesehen ist jede 4. Familie in Österreich mit der Problematik von Hilfs- oder Pflegebedürftigkeit unmittelbar konfrontiert. Rund 400.000 Menschen in Österreich sind pflegebedürftig, auf Hilfe angewiesen oder können sich nicht selbst versorgen. Rund 80 Prozent davon werden daheim ausschließlich von Familienangehörigen betreut. Meistens von Frauen. In Wien sind mehr als zwei Drittel der Frauen neben ihrer Tätigkeit als pflegende Angehörige auch berufstätig.

Dazu kommt, dass sich aufgrund demografischer Entwicklungen die Zahl der Hochaltrigen, also  Menschen mit 80 Jahren und mehr, von derzeit 366.000 auf eine geschätzte Million im Jahr 2050 erhöhen wird. Gleichzeitig wird die Zahl der potenziell pflegenden Angehörigen, die heute einen Großteil der Pflegeleistungen übernehmen, sinken.

Jetzt schon sind Pflegemodelle gefragt, die einerseits den Angehörigen entlasten, andererseits dem betroffenen Pflegebedürftigen ein Altern in Würde ermöglichen – egal ob zu Hause oder in stationärer Pflege.

Um im Bedarfsfall gut informiert zu sein, haben wir hier für Sie eine Wegweiser durch die Pflegeangebote in Österreich zusammen gestellt.

Hier finden Sie Informationen und hilfreiche Tipps rund um das Thema Pflege.

Pflegebedarf und Pflegegeld

Pflegebedarf:

Von Pflegebedarf im Sinne der Pflegegeldgesetze spricht man dann, wenn man sowohl bei Betreuungsmaßnahmen als auch bei Hilfsverrichtungen auf Unterstützung angewiesen ist.

Unter Betreuungsmaßnahmen versteht man alles, was in den persönlichen, körperlichen Bereich fällt: z.B. Kochen, Essen, Medikamenteneinnahme, An- und Auskleiden, Körperpflege, Verrichtung der Notdurft oder Fortbewegung innerhalb der Wohnung.

Unter Hilfsverrichtungen versteht man Leistungen, die den sachlichen Bereich betreffen: z.B. Einkaufen, Heizen, Reinigung des Wohnraums etc. 

Wie wird ein Pflegebedarf festgestellt?

Für die Beurteilung des Pflegebedarfs werden ausschließlich folgende fünf Hilfsverrichtungen berücksichtigt: :

  • Herbeischaffen von Nahrungsmitteln, Medikamenten und Bedarfsgütern des täglichen Lebens
  • Reinigung der Wohnung und der persönlichen Gebrauchsgegenstände
  • Pflege der Leib- und Bettwäsche
  • Beheizung des Wohnraumes einschließlich der Herbeischaffung des Heizmaterials
  • Mobilitätshilfe im weiteren Sinn (z.B. Begleitung bei Amtswegen oder Arztbesuchen)

Zusätzlich wird der Zeitaufwand für die notwendigen Betreuungsmaßnahmen sowie für die Hilfsverrichtungen zur Beurteilung des Pflegebedarfs ermittelt. Daraus erfolgt schließlich eine Gesamtbeurteilung.

Pflegegeld:

Das Pflegegeld soll ein selbstbestimmtes und nach den persönlichen Bedürfnissen orientiertes Leben von pflegebedürftiger Menschen ermöglichen.

Anspruch auf Pflegegeld

Pflegegeld wird gewährt, wenn Pflegebedürftigkeit vorlieg und dabeo der ständige Betreuungs- und Pflegeaufwand mehr als 60 Stunden monatlich beträgt und voraussichtlich zumindest sechs Monate andauern wird.

Überdie Zuordnung zu einer Pflegegeld-Stufe entscheidet die zuständige Stelle auf der Grundlage eines Sachverständigengutachtens. In der Regel erfolgt ein Hausbesuch durch eine Ärztin/einen Arzt oder in manchen Fällen durch eine diplomierte Pflegefachkraft. Dieser Hausbesuch ist zuvor anzukündigen. Auch Vertrauenspersonen wie z.B. die pflegenden Angehörigen können bei dieser Begutachtung anwesend sein und Angaben zum Pflegealltag machen.

Höhe des Pflegegeldes (ab 1.1.2011)

Das Pflegegeld ist vom Einkommen unabhängig und wird zwölfmal im Jahr, also pro Monat einmal ausbezahlt. Die Höhe ist abhängig vom jeweils erforderlichen Pflegeaufwand und wird in sieben Stufen (Stand: April 2014)unterteilt:

  • Stufe 1 (Pflegeaufwand über 60 Stunden) – EUR 154,20
  • Stufe 2 (Pflegeaufwand über 85 Stunden) – EUR 284,30
  • Stufe 3 (Pflegeaufwand über 120 Stunden) – EUR 442,90
  • Stufe 4 (Pflegeaufwand über 160 Stunden) – EUR 664,30
  • Stufe 5 (über 180 Stunden + dauernde Bereitschaft) – EUR 902,30
  • Stufe 6 (über 180 Stunden + unkoordinierte Betreuung) – EUR 1.260,00
  • Stufe 7 (über 180 Stunden + Bewegungsunfähigkeit) – EUR 1.655,80

Wie suchen Sie um Pflegegeld an?

Ein Antrag auf Pflegegeld kann mittels unten stehendem Formular oder auch formlos mit einem Schreiben erfolgen. Antragsberechtigt sind:

  • Pflegebedürftige
  • Gesetzliche Vertreter/innen bzw. Sachwalter/innen
  • Familienmitglieder
  • Haushaltsangehörige

Anträge für Zuerkennung oder Erhöhung von Pflegegeld:

>>> Antrag der PV
>>> Antrag der SVB, BVA und AUVA
>>> Antrag der SVA
>>> Antrag der VAEB

 

Pflegekarenz und Pflegeteilzeit

Oftmals stehen berufstätige Personen vor der Situation, dass nahe Angehörige ganz plötzlich gepflegt werden müssen oder dass jene Personen, die die Angehörigen bis jetzt gepflegt haben überraschend ausfallen. 

Damit man schnell einspringen und auch Beruf und Familie besser vereinbaren kann, kann man seit Jänner  2014 Pflegekarenz bzw. Pflegeteilzeit beanspruchen. 

Somit kann man als Arbeitnehmer mit seinem Arbeitgeber vereinbaren, das Arbeits­verhältnis zur Pflege oder Betreuung von nahen Angehörigen für eine gewisse Dauer zu ka­renzieren oder die Arbeitszeit unter bestimmten Rahmenbedingungen herabzusetzen.

Dauer: Pflegekarenz bzw. Pflegeteilzeit kann für einen Zeitraum von 1 bis 3 Monaten einmalig pro pflegebedürftigen Angehörigen vereinbart werden.

Was ist Pflegekarenz? Dabei handelt es sich um eine Freistellung von der Arbeit zum Zweck der Pflege oder Betreuung eines nahen Angehörigen. Das Gehalt entfällt dabei und der karenzierte Dienstnehmer erhält dafür Pflegekarenzgeld. Der Betrag des Pflegekarenzgeldes ist vom Einkommen abhängig und beträgt wie das Arbeitslosengeld 55 Prozent des täglichen Nettoeinkommens. Mindestens erhält man einen Betrag in Höhe der Geringfügigkeitsgrenze. Die Berechnung erfolgt anhand des durchschnittlichen Bruttoentgelts. Für unterhaltsberechtigte Kinder gibt es darüber hinaus Kinderzuschläge.

Was ist Pflegeteilzeit? Hier handelt es sich um die Herabsetzung der wöchentlichen Norma­larbeitszeit des Arbeitnehmers zum Zweck der Pflege oder Betreuung eines Angehörigen gegen Aliquotierung des Entgelts. Die Arbeitszeit darf dabei 10 Stunden nicht unterschreiten. Der Grundbetrag errechnet sich bei der Pflegeteilzeit grundsätzlich aus der Differenz zwischen dem durchschnittlichen Bruttoentgelt vor der Pflegeteilzeit (Berechnung analog zum Arbeitslosengeld) und dem während der Pflegeteilzeit bezogenen Arbeitsentgelt ohne Sonderzahlungen. Der Grundbetrag soll ebenfalls 55 Prozent der berechneten Differenz ausmachen.

Der Grundbetrag gebührt monatlich (zumindest in Höhe des Geringfügigkeitseinkommens) aliquot zur Reduktion der Arbeitszeit (Beispiel: Wird die Arbeitszeit um die Hälfte reduziert, so gebührt das Pflegekarenzgeld zumindest in der Hälfte der monatlichen Geringfügigkeitsgrenze).

Als nahe Angehörige gelten: 

  • die Ehegattin/der Ehegatte und dessen Kinder
  • die Eltern
  • die Großeltern
  • die Adoptiv- und Pflegeeltern
  • Kinder, Enkelkinder, Stiefkinder, Adoptiv- und Pflegekinder
  • die Lebensgefährtin/der Lebensgefährte und dessen Kinder
  • die eingetragene Partnerin/der eingetragene Partner und dessen Kinder
  • Geschwister, Schwiegereltern und Schwiegerkinder

Ein gemeinsamer Haushalt ist grundsätzlich nicht erforderlich.

Voraussetzungen für Pflegekarenz oder Pflegeteilzeit:

Sie können Pflegekarenz oder Pflegeteilzeit beantragen:

  • bei der Pflege von nahen Angehörigen mit Pflegestufe 3
  • bei demenziell erkrankten oder minderjährigen nahen Angehörigen mit Pflegestufe 1

Über die Gewährung, Entziehung oder Neubemessung eines Pflegekarenzgeldes entscheidet das Bundesamt für Soziales und Behindertenwesen.

 

Pflege daheim

1. Pflege durch Angehörige:
Anspruch auf Ersatzpflege

In vielen Familien übernehmen die Angehörigen der pflegebedürftigen Person die gesamte Pflege. Sehr oft auch ohne Unterstützung durch andere wie etwa mobile Dienste etc.

Hier kann es  vorkommen, dass man wegen Krankheit, Urlaub oder aus sonstigen wichtigen Gründen verhindert ist, die Pflegetätigkeit für einen gewissen Zeitraum aufrecht zu erhalten.

In diesem Fall bietet das Land finanzielle Unterstützung an, um sich durch eine private oder professionelle Ersatzpflege vertreten lassen zu können.

Sie haben Anspruch auf Ersatzpflege:

Sie pflegen seit mindestens einem Jahr überwiegend

  • einen nahen Angehörigen mit einem Pflegegeld der Stufe 3-7 nach dem Bundespflegegeldgesetz oder
  • einen nahen Angehörigen mit einer nachweislich demenziellen Erkrankung und mit einem Pflegegeld zumindest der Stufe 1 nach dem Bundespflegegeldgesetz
  • oder einen minderjährigen nahen Angehörigen mit einem Pflegegeld zumindest der Stufe 1 nach dem Bundespflegegeldgesetz

 Höhe der finanziellen Unterstützung: 

  • bei Pflegegeld der Stufe 1-3: EUR 1.200,-
  • bei Pflegegeld der Stufe 4: EUR 1.400,-
  • bei Pflegegeld der Stufe 5: EUR 1.600,-
  • bei Pflegegeld der Stufe 6: EUR 2.000,-
  • bei Pflegegeld der Stufe 7: EUR 2.200,-

>>> Antragsformular zum Download

 

2. Pflege durch Angehörige:
Unterstützung durch Mobile Pflege

Unter Mobiler Pflege versteht man die stundenweise Unterstützung von pflegenden Angehörigen durch geschultes Personal. Dabei kann man verschiedene Modelle in Anspruch nehmen:

  • Hauskrankenpflege: Hauskrankenpflege ist eine zeitlich unbegrenzte Pflege und Betreuung durch diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen sowie Pflegehelfer/innen zu Hause. Dabei steht eine ganzheitliche Betreuung nach dem Prinzip der aktivierenden und reaktivierenden Pflege, sowie Erhalt und Förderung der Selbständigkeit im Vordergrund. Die Behandlung erfolgt nach Anordnung der behandelnden Ärztin / des behandelnden Arztes.
     
  • Medizinische Hauskrankenpflege: Medizinische Hauskrankenpflege ist eine zeitlich begrenzte Pflege durch diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen zu Hause, wenn dadurch ein Krankenhausaufenthalt verkürzt oder vermieden werden kann. Dabei steht eine ganzheitliche Betreuung nach dem Prinzip der aktivierenden und reaktivierenden Pflege, sowie Erhalt und Förderung der Selbständigkeit im Vordergrund. Die Behandlung erfolgt nach Anordnung einer Ärztin / eines Arztes.
     
  • Heimhilfe: Heimhelfer/innen unterstützen bei Aktivitäten des täglichen Lebens – wenn der Alltag durch Alter oder Krankheit einfach beschwerlicher geworden ist. Alte Menschen erhalten so die Möglichkeit, weiterhin in ihrer gewohnten Umgebung leben zu können – und Angehörige werden erheblich entlastet.
     
  • Mobile Therapie: Ausschließlich auf ärztliche Anordnung kommen mobile Therapeutinnen/Therapeuten nach Hause und helfen das individuellen Therapieprogramm zuhause durchzuführen. .
     
  • Das Notruftelefon: ist eine Zusatzeinrichtung zum Festnetztelefon. Es besteht aus einem Basisgerät und einem mobilen Funksender, der entweder wie eine Armbanduhr oder wie eine Halskette getragen werden kann. Ein einfacher Knopfdruck auf den Funksender genügt und in der Notrufzentrale des Hilfswerks läuten die "Alarmglocken". Auf einem Bildschirm erscheinen dort alle Daten, die benötigt werden, um rasche und richtige Hilfe zu vermitteln
     
  • Essen auf Rädern: Wenn Einkaufen oder Kochen langsam zum Problem wird, kann man täglich oder auch en einzelnen ausgewählten Tagen ein ausgesuchtes Wahlgericht nach Hause zustellen zu lassen. Je nach Bundesland und Pflegestufe gibt es dafür finanzielle Unterstützung.

Anbieter: Hilfswerk, Rotes Kreuz, Caritas, Volkshilfe, Samariterbund

 

3. 24-Stunden Pflege:
Rund um die Uhr versorgt

Manche Menschen brauchen Betreuung rund um die Uhr. Der Unterstützungsbedarf ist dabei so hoch, dass ständig eine Betreuungsperson im Haushalt gebraucht wird. Sehr viele Organisationen bieten bereits eine 24-Stunden-Pflege an.

Im Wesentlichen fallen bei der 24-Stunden-Betreuung folgende Aufgaben an:

  • Unterstützung im Haushalt
  • Hilfe bei der Körperpflege
  • Erledigung kleiner Einkäufe
  • Aufwärmen und Herrichten von Mahlzeiten
  • Körperliche und geistige Förderung der zu betreuenden Personen
  • Betreuung im Krankheitsfall

Medizinische Leistungen dürfen nur durch diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen sowie PflegehelferInnen auf ärztliche Anordnung abgegeben werden.

Kosten und Förderungen

Seit 1. Juli 2007 kann beim Bundessozialamt für Menschen mit Pflege- und Betreuungsbedarf oder deren Angehörige eine Förderung für eine 24-Stunden-Betreuung beantragt werden.

Vorraussetzungen für einen Förderung:

Die betreuungsbedürftige Person

  • muss rund um die Uhr betreut werden
  • bezieht Pflegestufe 3
  • hat ein Nettoeinkommen von unter 2.500 Euro

Die Kosten für eine rund um die Uhr Betreuung zu Hause ist mit der jeweiligen Organisation bzw. den selbständigen PersonenbetreuerInnen zu vereinbaren. Eine Förderung durch das Bundessozialamt ist – sofern die oben genannten Voraussetzungen erfüllt sind – in folgender Höhe möglich:

  • bis zu € 1.100,- pro Monat (wenn zwei Arbeitsverhältnisse vorliegen)
  • bis zu € 550,- pro Monat (wenn Werkverträge vorliegen)

>>> Antragsformular zur Gewährung von Zuschuss für Angehörige mit selbstständiger Erwerbstätigkeit

>>> Antragsformular zur Gewährung von Zuschuss Angehörige mit selbstständiger Erwerbstätigkeit

Anbieter: Hilfswerk, Volkshilfe, Caritas, Rotes Kreuz

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Stationäre Pflege:
Die Pflegehäuser der Vinzenz Gruppe

Mit zunehmendem Alter steigt für alle Menschen die Wahrscheinlichkeit, betreuungs- und pflegebedürftig zu werden. Wenn der persönliche Pflegebedarf dann auch durch mobile soziale Dienste nicht mehr abgedeckt werden kann, ist es möglich in ein Pflegehaus zu übersiedeln. Bei der Aufnahme in ein Pflegehaus gilt das Prinzip der Freiwilligkeit, d.h. dass Sie nur mit Ihrer ausdrücklichen Zustimmung aufgenommen werden können.

Die Pflegehäuser St. Katharina und St. Louise

In den Pflegehäusern Haus St. Katharina in Wien-Gumpendorf und Haus St. Louise im niederösterreichischen Maria Anzbach (Bezirk Neulengbach) finden rund 170 Menschen, die vorübergehend oder dauerhaft Pflege und Betreuung benötigen, ein Zuhause in Langzeit-, Kurzzeit- und Übergangspflege. Unsere insgesamt ca. 150 gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter sorgen professionell und fürsorglich für die pflegerische, medizinische, therapeutische und seelsorgliche Betreuung der uns anvertrauten Menschen.

Beide Häuser stehen als jeweils eigenständige Einheiten unter einem gemeinsamen Dach der Barmherzige Schwestern Pflege GmbH. Heimübergreifende Aufgaben werden durch unsere Mitarbeiter in der Zentralen Administration koordiniert.

Beide Häuser sind gemeinnützig und stehen somit allen Menschen offen, die Pflege brauchen. Christliche Werte und die erlebnisorientierte Pflege sind wichtige Bestandteile in der Betreuungsqualität der Bewohner und Klienten in beiden Pflegehäusern. Sie schaffen eine gemeinsame Identität und Gemeinschaft. Unsere Vision für die Pflege alter Menschen ist die integrative Vernetzung von Medizin und Pflege – ein Modell, das zum Wohle der uns Anvertrauten die traditionellen Grenzen beider Professionen überschreitet – heute und in der Zukunft.

Pflegemodelle in den beiden Häusern 

  • Langzeitpflege: Wenn die Betreuung zu Hause durch ambulante Dienste nicht mehr ausreicht, und Ihr Pflegebedarf der Pflegestufe 3 oder einer höheren Pflegestufe entspricht, können Sie für einen längeren Zeitraum in die Langzeitpflege in ein Pflegehaus einziehen. Natürlich haben Sie jederzeit die Möglichkeit, auf Wunsch wieder in die eigene Wohnung oder das eigene Haus zurück zu kehren.
  • Befristete Pflege- oder Übergangspflege: Falls Sie als pflegender Angehöriger die Pflege z.B. aus gesundheitlichen oder beruflichen Gründen für eine gewisse Zeit nicht ausüben können, besteht die Möglichkeit einer vorübergehenden stationären Betreuung des pflegebedürftigen Menschen in einem unserer Pflegehäuser. Diese kann auch zur Überbrückung zwischen Krankenhaus und Aufnahme in einem Rehazentrum, oder nach Krankenhausaufenthalten, um wieder mobil zu werden, in Anspruch genommen werden.
  • Kurzzeit- oder Urlaubspflege: Kurzzeit- bzw. Urlaubspflege ist die Möglichkeit, pflegebedürftige Menschen, die von ihren Angehörigen gepflegt werden, im Ausmaß von bis zu maximal 6 Wochen pro Jahr während des Urlaubes, der  Kur etc. des Angehörigen in professionelle Pflege zu geben. Kurzzeitpflege will pflegende Angehörige entlasten, im Krankheitsfall „aushelfen" oder auch Urlaub von der Pflege ermöglichen.
  • Tagespflege: In geringem Ausmaß werden ältere Menschen tagsüber individuell betreut. Ein strukturierter Tagesablauf, bedarfsgerechte Pflege, Gruppen- und Einzelangebote sowie soziale Kontakte fördern unsere Bewohner, wirken der Vereinsamung entgegen oder entlasten Angehörige.

Welche Kosten fallen bei einer Heimaufnahme an?

Die Höhe der Heimkosten ist sehr unterschiedlich und von mehreren Faktoren abhängig. So kommt es etwa darauf an, in welchem Bundesland das Heim liegt und ob es sich um eine öffentlich oder privat geführte Einrichtung handelt.
Prinzipiell gilt: Der selbst zu bezahlende Kostenbeitrag setzt sich zusammen aus maximal 80 Prozent des Nettoeinkommens sowie dem anteiligen Pflegegeld und verwertbaren Vermögen.
Bei befristeten Aufenthalten werden die Kosten der Miete bei der Berechnung des Beitrages mindernd berücksichtigt.

Tarife für Haus St. Katharina

Unser Haus St. Katharina ist vom Fonds Soziales Wien (FSW) offiziell als Heim anerkannt und hat einen Großteil der Betten als sogenannte Kontingentbetten (d.h. gefördert durch den FSW) genehmigt. Es gibt aber auch nicht-geförderte Betreuungsplätze, die jenen Bewohnern angeboten werden, die die Kosten selbst übernehmen können.

Sollten unsere Bewohner eine Förderung seitens des FSW beantragen, unterstützen wir sie hierbei sehr gerne. Wir verwalten auch die Pflegegeldanträge und übernehmen im Namen der Bewohner die Abrechnung mit der Sozialhilfe.

Tarife für Haus St. Louise

Unser Haus St. Louise ist vom Land Niederösterreich offiziell als Heim anerkannt und hat einen Großteil der Betten als sogenannte Kontingentbetten (d.h. gefördert durch die Sozialhilfe) genehmigt. Es gibt aber auch nicht-geförderte Betreuungsplätze, die jenen Bewohnern angeboten werden, die die Kosten selbst übernehmen können.

Sollten unsere Bewohner eine Förderung seitens der Sozialhilfe beantragen, unterstützen wir sie hierbei sehr gerne. Wir verwalten auch die Pflegegeldanträge und übernehmen im Namen der Bewohner die Abrechnung mit der Sozialhilfe.

Mehr Info: Weitere Fragen und Antworten zum Aufenthalt in dem Pflegehäusern

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Förderung in Wien: Der Fond Soziales Wien (FSW)

Der Fonds Soziales Wien (FSW) sorgt dafür, dass Wienerinnen und Wiener die Unterstützung bekommen, die sie brauchen. Das Angebot umfasst Leistungen der Pflege und Betreuung, Behindertenhilfe, Wohnungslosenhilfe sowie Grundversorgung für AsylwerberInnen. Rund 100.000 Wienerinnen und Wiener werden pro Jahr vom FSW und seinen über hundert Partnerorganisationen rasch und individuell unterstützt. Zudem führt der FSW den Sozialen Hilfsfonds des Wiener Bürgermeisters.

Die Tochtergesellschaften des FSW bieten Schuldnerberatung, Hauskrankenpflege, Betreuung in Tageszentren für Seniorinnen und Senioren sowie Wohnmöglichkeiten für wohnungslose Menschen an.

Ebenso ist unser Haus St. Katharina vom Fonds Soziales Wien (FSW) offiziell als Heim anerkannt und hat einen Großteil der Betten als sogenannte Kontingentbetten (d.h. gefördert durch den FSW) genehmigt. Es gibt aber auch nicht-geförderte Betreuungsplätze, die jenen Bewohnern angeboten werden, die die Kosten selbst übernehmen können.

Voraussetzungen für eine finanzielle Förderung durch den FSW für die Aufnahme in ein Pflegeheim:

  • Hauptvoraussetzung ist das Einverständnis der pflegebedürftigen Person
  • Die pflegebedürftige Person kann daheim nicht mehr betreut werden
  • Das Angebot der ambulanten Pflege und Betreuung reicht nicht mehr aus
  • Es muss ein  Pflege- und Betreuungsbedarf entsprechend den Pflegegeldstufen 3 bis 7 vorliegen.
  • Österreichische Staatsbürgerschaft oder Gleichstellung
  • Hauptwohnsitz und/oder tatsächlicher Aufenthalt in Wien

Wie wird der Antrag gestellt?

Sie brauchen:

1.)  Das ausgefüllte Formular "Antrag auf Förderung für stationäre Pflege und Betreuung".

> Antrag auf Förderung für stationäre Pflege und Betreuung 
dieses Formular dient ausschlielßlich der Antragstellung auf finanzielle Förderung, ist aber keine fixe Anmeldung für private Wohn- oder Pflegeeinrichtungen.

2.) Ein ärztliches Attest, das nicht älter als 6 Monate ist. Falls Sie kein aktuelles Attest haben, dann lassen Sie sich von Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt nachstehenden Befundbericht ausfüllen

> Befundbericht

Anschließend schicken Sie diese Unterlagen an den Fond Soziales Wien.
Die Mitarbeiter im Haus St. Katharina helfen Ihnen dabei gerne weiter.

Für weitere Informationen, wenden Sie sich bitte an das Beratungszentrum für Pflege und Betreuung

Dieses

  • bietet Ihnen Information und Beratung zu stationären Einrichtungen
  • erhebt Ihren Pflege- und Betreuungsbedarf
  • informiert Sie über die Kosten bzw. Ihren Kostenbeitrag, sofern eine Förderung durch den Fonds Soziales Wien möglich ist
  • nimmt Ihren "Antrag auf Förderung zum Zwecke der Pflege" entgegen und bearbeitet diesen

Beratungszentrum Pflege und Betreuung – Wohn- und Pflegeheime
Guglgasse 7 – 9, Erdgeschoß
1030 Wien, U3 Station Gasometer
Tel.: +43/1/ 24 5 24
Fax: 05 05 379-99-66 580
E-Mail: pflegeheimaufnahme@fsw.at

Öffnungszeiten:
Mo – Fr 8:00 – 15:00 Uhr
Do 8:00 – 17:30 Uhr 

Förderung in Niederösterreich: Unterstützung vom Land

Auch das Land Niederösterreich bietet betreuungsbedürftigen Personen, die einen Heimplatz beantragen finanzielle Unterstützung

Auch unser Haus St. Louise ist vom Land Niederösterreich offiziell als Heim anerkannt und hat einen Großteil der Betten als sogenannte Kontingentbetten (d.h. gefördert durch die Sozialhilfe) genehmigt. Es gibt aber auch nicht-geförderte Betreuungsplätze, die jenen Bewohnern angeboten werden, die die Kosten selbst übernehmen können.

Welche Voraussetzungen brauchen Sie für die Aufnahme  in einem Alten- und Pflegeheim bzw. für eine finanzielle Förderung durch das Land Niederösterreich?

  • Hauptvoraussetzung ist das Einverständnis der pflegebedürftigen Person
  • Die pflegebedürftige Person kann daheim nicht mehr betreut werden
  • Das Angebot der ambulanten Pflege und Betreuung reicht nicht mehr aus
  • Für die Aufnahme muss ein Pflege- und Betreuungsbedarf entsprechend den Pflegegeldstufen 4 bis 7 vorliegen.
  • Österreichische Staatsbürgerschaft oder Gleichstellung
  • Hauptwohnsitz in Niederösterreich

Für die Anmeldung bringen Sie bitte folgende Formulare  ausgefüllt zu Ihrer Bezirkshauptmannschaft:

> Aufnahmeantrag für ein NÖ Pflegeheim und Antrag auf Kostenübernahme
Achtung: Das Antragsformular muss zuvor von der Wohnsitzgemeinde abgestempelt werden!

> Ärztlicher Bericht

> Indikationsliste

Ihr Hausarzt hilft Ihnen sicher gerne beim Ausfüllen des ärztlichen Befundes und der Indikationsliste.

Bei weiteren Fragen stehen Ihnen folgende Dienststellen des Landes NÖ unbürokratisch und kostenlos zur Verfügung:

 Hilfreiche Links 

 

 

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